Software, die Ihren Prozess nicht malt, sondern rechnet
FlowVisual ist ein Desktop-Prozesssimulator für macOS und Windows. Sie bauen einen Ablauf aus sechs Bausteinen, tragen Mengen, Kapazitäten und Zeiten als Spannen ein und lassen ihn im Monte-Carlo-Stresstest laufen. Heraus kommt der Engpass, die Durchlaufzeit als P10–P90-Band und der Wert einer Änderung in Euro.
Prozesssimulations-Software lässt einen modellierten Ablauf mit zufällig gezogenen Ankünften und Bearbeitungszeiten hunderte Male durchlaufen und wertet aus, wo sich Vorgänge stauen. Sie beantwortet damit vier Fragen, die eine Tabelle nicht beantworten kann: welcher Schritt den Durchsatz begrenzt, wie lange ein Vorgang im schlechten Fall braucht, wohin der Engpass wandert, wenn man ihn löst, und was eine Änderung in Euro wert ist. FlowVisual ist die schlanke Ausführung davon — sechs Bausteine, erster belastbarer Durchlauf in rund 30 Minuten, alles lokal auf dem Rechner, ohne Konto und ohne Event-Log.
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Start, Schritt, Entscheidung, Zusammenführung, Abbruch, Ende — keine Notation zu lernen.
P10–P90
Jede Zeit- und Euro-Angabe kommt als Band, nie als Einzelwert.
Spitzentag
Ausgewiesen am P90-Tag, nicht im Monatsmittel, wo jedes Problem verschwindet.
4
Modell, Fachbereich, IT, Management — dasselbe Modell, vier Publika.
Vier Fragen, für die es Simulation braucht
Alles andere lässt sich billiger beantworten. Wenn keine dieser vier Fragen Ihre ist, brauchen Sie keine Simulationssoftware — und das sollte auf einer Produktseite stehen dürfen.
1. Welcher Schritt begrenzt den Durchsatz? Nicht der, über den am lautesten geklagt wird, und nicht der, der am längsten dauert. Der Engpass ist der Schritt mit der höchsten Auslastung ρ = Bedarf ÷ Kapazität. Bei 85 % Auslastung wartet ein Vorgang bereits das 5,7-Fache seiner Bearbeitungszeit, bei 95 % das 19-Fache — der Rechenweg steht hier.
2. Wie lange dauert es im schlechten Fall? Ein Mittelwert beantwortet keine Zusage. Wer „drei Tage“ verspricht, weil der Median drei Tage beträgt, bricht die Zusage in der Hälfte aller Fälle. Interessant ist das P90 — der Wert, den neun von zehn Vorgängen unterschreiten.
3. Wohin wandert der Engpass, wenn ich ihn löse? Das ist die Frage, an der Business Cases aus Tabellen scheitern. Solange die Prüfung bei 114 % Auslastung steht, sieht die Freigabe dahinter entspannt aus — sie bekommt ja kaum etwas. Lösen Sie die Prüfung, trifft die Freigabe die volle Menge. Die Ersparnis, die in der Tabelle stand, tritt nie ein.
4. Was ist eine Änderung in Euro wert? Nicht „schneller“, sondern eine Zahl mit Herkunft: Personalkosten je Vorgang, Kosten des Wartens, Kosten der Nacharbeit — vorher gegen nachher, mit Spanne.
Vier Kategorien Software, vier Zwecke
Werkzeuge, die auf derselben Ergebnisseite stehen, lösen verschiedene Aufgaben. Die meisten Fehlkäufe entstehen nicht bei der Auswahl innerhalb einer Kategorie, sondern bei der Wahl der Kategorie.
| Zeichenwerkzeug | BPM-Suite | Simulationslabor | FlowVisual | |
|---|---|---|---|---|
| Beispiele | Visio, Lucidchart, draw.io | Signavio, ARIS, Bizagi, Camunda | Arena, Simul8, AnyLogic, FlexSim | — |
| Kernzweck | Dokumentieren | Verwalten, ausführen | Auslegen, optimieren | Entscheiden, belegen |
| Rechenkern | keiner | Modul, editionsabhängig | sehr stark | fokussiert |
| Zeit bis zum Ergebnis | Minuten | Wochen bis Monate | Wochen | Stunden |
| Typische Ausgabe | Diagramm | Prozessarchiv, laufende App | Statistikbericht | Vorher/Nachher in € |
| Bricht zusammen bei | jeder Zahlenfrage | einer Detailfrage | Zeitdruck | Auslegungstiefe |
Wann Sie hier falsch sind: Wenn Sie eine Fertigungslinie, ein Lager, eine Notaufnahme oder ein Terminal auslegen, nehmen Sie ein Simulationslabor. Transportlogik, Rüstmatrizen und Experimentpläne fehlen hier bewusst. Wenn Sie 300 Prozesse mit Freigabepflicht verwalten, nehmen Sie eine BPM-Suite.
Die ausführliche Gegenüberstellung mit den Grenzen jeder Kategorie steht im Artikel Prozesssimulation: Software im Vergleich.
Wie gerechnet wird
Kein Prozentaufschlag auf einen Durchschnitt. Diskrete Ereignissimulation mit Monte-Carlo-Wiederholung — dasselbe Prinzip wie in den Laboren, nur auf das Nötige beschränkt.
Vorgänge treffen einzeln ein. Nicht 120 am Tag als glatte Zahl, sondern gezogen aus einer Verteilung mit Schwankung, Peak-Chance und Peak-Faktor. Der Schaden entsteht an den fünf schlimmsten Tagen im Quartal, nicht im Mittel.
Jeder Schritt hat Kapazität und eine Bearbeitungsspanne. Kapazität entweder als Personen × Stunden pro Tag oder als flacher Takt, wenn eine Anlage die Grenze setzt. Bearbeitung von–bis, nicht als Punktwert — die Streuung ist die eigentliche Information, denn sie erzeugt die Warteschlange.
Der Lauf wird hunderte Male wiederholt. Jede Wiederholung zieht neue Zufallswerte. Aus der Verteilung der Ergebnisse entsteht das Band: P10, P50, P90. Warum eine einzelne Zahl hier nichts taugt, steht in P10, P50, P90 richtig lesen.
Die Verkettung wird mitgerechnet. Ein Schritt sieht nie mehr Vorgänge, als der langsamste vor ihm durchlässt. Genau deshalb wandert der Engpass, sobald Sie ihn lösen — und genau das kann keine Tabelle.
Auslastung ρ = Bedarf ÷ Kapazität
Wartezeit Wq ≈ ρ/(1−ρ) × (ca² + cs²)/2 × te
Die zweite Zeile ist die Näherung, gegen die sich jedes Simulationsergebnis prüfen lässt. Weicht die Simulation stark davon ab, steckt der Unterschied in der Verkettung oder im Kalender — beides gehört dann erklärt, nicht weggedrückt.
Was FlowVisual nicht tut
Ein Werkzeug, dessen Verkaufsargument ehrliche Zahlen sind, kann sich keine Auslassung im Leistungsumfang leisten.
- Kein Process Mining. FlowVisual misst nicht die Vergangenheit aus Systemprotokollen. Es rechnet eine Annahme — dafür braucht es kein Event-Log, liefert dafür aber auch keine Aussage über das, was tatsächlich passiert ist. Wenn Sie ein Event-Log haben und wissen wollen, was gestern war: Mining-Werkzeug. Wenn Sie wissen wollen, was passiert, sobald Schritt 3 automatisiert ist: Simulation.
- Kein BPMN-Werkzeug. Sechs Bausteine statt einer Notation. Wer eine normkonforme Prozessdokumentation braucht, bekommt sie hier nicht — siehe BPMN-Simulation für die Abgrenzung.
- Kein Architektur-Repository. Ein Prozess je Modell, nicht die ganze Organisation auf einmal.
- Keine Fabrikauslegung. Keine Transportlogik, keine Rüstmatrizen, keine Experimentpläne, keine Schichtmodelle mit Übergaberegeln.
- Kein schöneres Bild. Es zeichnet nicht hübscher als Visio. Es rechnet.
Von null zur ersten belastbaren Zahl
Rund 30 Minuten, ohne Schulung, ohne Konto. Die Reihenfolge ist immer dieselbe.
- Vorlage öffnen statt leer anfangen. Angebotsprozess, Rechnungsfreigabe, Reklamation, Onboarding oder IT-Ticket liegen fertig bei. Dreissig Sekunden, um zu sehen, wie ein fertiges Modell aussieht — das erspart Ihnen, das eigene zu fein zu bauen.
- Den Ablauf aufmalen. Start, Schritte in echter Reihenfolge, Entscheidungen dort, wo der Vorgang wirklich abzweigt, Abbruch für alles, was den Prozess verlässt.
- Mengen, Zeiten und Kosten eintragen. Volumen pro Tag mit Schwankung, je Schritt Kapazität und Bearbeitung von–bis, dazu Rolle, System und Stundensatz. Vollkostensatz rechnen: Bruttogehalt × 1,5 bis 1,8, geteilt durch rund 1 500 produktive Stunden.
- Zusehen, bevor Sie rechnen. Läuft es wirklich so? Diese zwei Minuten mit dem Fachbereich ersparen die Diskussion über das Ergebnis.
- Stresstest starten. Der oberste Balken ist Ihr Engpass; ein Klick öffnet den Schritt im Inspector.
- Ist-Stand sichern, genau einen Hebel ändern, vergleichen. Ohne Baseline gibt es nichts zu vergleichen, und mit drei gleichzeitigen Änderungen weiss niemand, welche gewirkt hat.
- Exportieren. Angebot (PDF) für den Entscheider, Dokumentation (PDF) für die Nachvollziehbarkeit.
Die Schritte 1 bis 6 sind kostenlos. Die ausführliche Fassung mit Checklisten und den fünf teuren Fehlern steht in der Anleitung.
- Verfahren
- Diskrete Ereignissimulation mit Monte-Carlo-Wiederholung
- Ausgabe
- Durchsatz, Durchlaufzeit, Warteschlange und Kosten je Schritt — als P10–P50–P90
- Modellierung
- Sechs Bausteine, kein BPMN, keine Skriptsprache
- Betrieb
- Desktop, macOS 13+ und Windows 10/11. Keine Cloud, kein Konto, keine Registrierung
- Daten
- Bleiben auf dem Gerät. Kein Event-Log nötig, keine Systemanbindung
- Kosten
- Modellieren und Stresstesten dauerhaft kostenlos; Speichern, Vergleichen und PDF-Export über den jeweiligen Store
- Einarbeitung
- Erste belastbare Zahl in rund 30 Minuten, ohne Statistikkenntnisse
Häufige Fragen
Was ist Prozesssimulations-Software genau?
Software, die einen modellierten Ablauf mit zufällig gezogenen Ankünften und Bearbeitungszeiten viele Male durchlaufen lässt und auswertet, wo sich Vorgänge stauen. Der Unterschied zu einer Tabelle ist die Warteschlange: Excel addiert Bearbeitungszeiten, Simulation bildet ab, dass Vorgänge warten, wenn ein Schritt belegt ist — und Wartezeit ist in Verwaltungsprozessen typischerweise der grössere Teil der Durchlaufzeit.
Brauche ich ein Event-Log oder eine Systemanbindung?
Nein. FlowVisual rechnet eine Annahme, kein Protokoll. Sie tragen Mengen, Kapazitäten und Zeiten als Spannen ein — geschätzt ist erlaubt, solange die Schätzung als Annahme sichtbar bleibt. Wer ein Event-Log hat und die Vergangenheit messen will, braucht stattdessen Process Mining; beides beantwortet verschiedene Fragen.
Brauche ich statistische Vorkenntnisse?
Nein. Verteilungswahl, Aufwärmphase und Replikationszahl sind in Simulationslaboren Ihre Verantwortung — hier nicht. Sie geben Spannen ein und bekommen Spannen zurück. Der Preis dafür ist geringere Auslegungstiefe: Für die Auslegung einer Fertigungslinie ist ein Labor das richtige Werkzeug.
Wie viele Schritte braucht ein aussagefähiges Modell?
Fünf bis zehn reichen fast immer. Der Engpass liegt selten im Detail, sondern an der Stelle mit der höchsten Auslastung — und die ist bei grober Modellierung genauso sichtbar wie bei feiner. Feiner modellieren lohnt erst, wenn Sie die Wirkung einer konkreten Änderung an einem konkreten Schritt beziffern wollen.
Läuft die Simulation in der Cloud?
Nein. FlowVisual ist eine Desktop-Anwendung für macOS 13+ und Windows 10/11 und verarbeitet Prozessdaten ausschliesslich lokal auf dem Gerät. Es gibt kein Konto und keine Registrierung. Für Prozesse mit Personal-, Kunden- oder Vertragsdaten ist das regelmässig der Punkt, an dem eine Freigabe entfällt, die bei einem Cloud-Werkzeug nötig wäre.
Rechnen Sie Ihren eigenen Prozess durch
Laden, eine Vorlage öffnen, Ihre Zahlen eintragen, Stresstest starten. Modellieren und Stresstesten kosten nichts, und Ihre Daten verlassen den Rechner nicht.
Anleitung: in sieben Schritten zur Zahl- Vergleich
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