Die Frage, die jedes Mandat entscheidet: „Und woher wissen wir das?“
Prozessberatung scheitert selten an der Analyse und fast immer an ihrem Beleg. FlowVisual ist aus genau diesem Punkt entstanden: ein Werkzeug, das im Workshop mitläuft, den Engpass unter Schwankung zeigt und am Ende ein Dokument ausgibt, das Ihren Briefkopf trägt und einer Rückfrage im Lenkungskreis standhält.
Im Beratungsmandat ist Prozesssimulation vor allem ein Belegwerkzeug. Sie modellieren den Ist-Prozess live im Workshop, während die Fachbereiche danebensitzen und widersprechen — das erzeugt Zustimmung zum Modell, bevor über das Ergebnis gestritten wird. Der Stresstest zeigt anschliessend, welcher Schritt den Durchsatz begrenzt, wohin der Engpass nach einer Massnahme wandert und was diese Massnahme in Euro und Zeit wert ist, jeweils als P10–P90-Band statt als Einzelwert. Das Ergebnis geht als gebrandetes PDF an den Kunden. Alles läuft lokal auf Ihrem Rechner, ohne Konto und ohne Cloud — was die Freigabediskussion über Kundendaten erspart.
30min
Vom leeren Fenster bis zur ersten belastbaren Zahl.
P10–P90
Spanne statt Scheingenauigkeit — die Form, die ein CFO unterschreibt.
2PDF
Angebot für den Entscheider, Dokumentation für die Nachvollziehbarkeit.
keine
Kein Konto, keine Übertragung, keine Auftragsverarbeitung.
Das Problem ist nicht die Analyse, sondern ihr Beleg
Erfahrene Beraterinnen und Berater sehen den Engpass oft nach einem halben Tag. Das Problem beginnt danach.
Der Befund steht, die Massnahme ist naheliegend, und dann kommt im Lenkungskreis der eine Satz, gegen den Erfahrung nicht verteidigt werden kann:
„Das ist Ihre Einschätzung. Woher wissen wir, dass die Zahl stimmt?“
Drei übliche Antworten und warum sie nicht tragen:
- Benchmark. „In vergleichbaren Unternehmen dauert das 40 % kürzer.“ Der Kunde ist nicht vergleichbar, und das weiss er.
- Tabelle. Eine Excel-Rechnung mit addierten Bearbeitungszeiten. Sie kennt keine Warteschlange, keine Spitzentage und keine Verkettung — und wer eine dieser drei Lücken kennt, kippt die Zahl in einem Satz.
- Erfahrung. Trägt bei bestehendem Vertrauen, aber nicht gegen einen internen Controller, der gerade sein eigenes Projekt verteidigt.
Was trägt, ist ein Modell, das der Fachbereich selbst mitgebaut hat, das unter Schwankung läuft und dessen Annahmen im Bericht stehen. Nicht weil es genauer ist, sondern weil es prüfbar ist.
Drei Momente im Mandat
Akquise — bevor der Auftrag da ist. Ein Modell aus fünf Schritten mit den Zahlen aus dem Vorgespräch, in zwanzig Minuten gebaut, zeigt dem Interessenten am eigenen Prozess, wo der Rückstau entsteht und was eine Massnahme ungefähr wert wäre. Das ist ein anderes Gespräch als eine Foliendarstellung fremder Referenzen. Kennzeichnen Sie es als Grobmodell — die Ehrlichkeit ist Teil der Wirkung.
Workshop — die Zustimmung zum Modell. Modellieren Sie live, während die Fachbereiche zusehen. Widerspruch im Workshop ist ein Gewinn: Jede Korrektur, die dort kommt, kommt nicht mehr in der Abschlusspräsentation. Wenn das Bild läuft und alle nicken, ist die Grundlage geklärt — danach geht es nur noch um Massnahmen, nicht mehr um Wirklichkeit.
Abschluss — der Beleg, der Sie überdauert. Ist-Stand sichern, genau einen Hebel ändern, vergleichen, exportieren. Der Bericht trägt Ihren Briefkopf, Ihr Logo und Ihre Akzentfarbe. Er enthält den Vorher/Nachher-Fall in Euro, die Spanne und die Annahmen. Er wird intern weitergereicht, wenn Sie längst wieder weg sind — und trägt Ihren Namen, wenn ein Jahr später gefragt wird, wer das gerechnet hat.
Kundendaten verlassen Ihren Rechner nicht
Der unterschätzte Vorteil im Mandat: Was nie hochgeladen wird, braucht keine Freigabe.
FlowVisual ist eine Desktop-Anwendung. Kein Konto, keine Registrierung, keine Übertragung von Modelldaten an einen Server. Das hat drei praktische Folgen im Mandat:
- Keine Auftragsverarbeitungsdiskussion über ein weiteres Werkzeug im Werkzeugkasten. Bei Kunden aus Verwaltung, Gesundheitswesen, Versicherung und öffentlicher Hand ist das regelmässig der Unterschied zwischen „nächste Woche“ und „nächstes Quartal“.
- Kein Datenrückfluss, den Sie in Ihrer eigenen Vertraulichkeitsvereinbarung erklären müssten.
- Arbeit ohne Netz — im Werk, im Sitzungsraum ohne Gäste-WLAN, im Zug.
Was Sie modellieren, sind ohnehin Mengen, Zeiten und Kapazitäten, keine Personendaten. Aber genau das muss im Zweifel jemand prüfen — und die Prüfung entfällt, wenn nichts das Gerät verlässt.
Das Werkzeug ist die eine Hälfte
Ein Simulator ersetzt keine Methode. Er macht sie belegbar.
FlowVisual ist in Beratungsmandaten der Balane GmbH entstanden und ist das Werkzeug zur Prozessberatungsmethode Flowrefy. Wer die Methode dahinter sucht — Vorgehen, Werkzeugkasten, durchgerechnete Beispielanalysen —, findet sie dort. Wer nur das Instrument braucht, braucht die Methode nicht zu übernehmen.
Was sich in Mandaten als Reihenfolge bewährt hat:
- Abgrenzen in einem Satz. „Vom Rechnungseingang bis zur Freigabe zur Zahlung.“ Ohne diesen Satz diskutieren zwei Bereiche über verschiedene Prozesse.
- Grob modellieren, fünf bis zehn Schritte. Der Engpass sitzt fast nie im Detail. Feinheit kostet Zeit und verschiebt das Ergebnis nicht.
- Spannen statt Punktwerten erfragen. „Zwischen fünf und fünfzehn Minuten“ ist eine bessere Antwort als „im Schnitt zehn“ — und Fachbereiche geben sie bereitwilliger, weil sie ehrlicher ist.
- Annahmen sichtbar führen. Jede geschätzte Zahl steht als Annahme im Bericht. Das nimmt Angriffen die Spitze, bevor sie kommen.
- Einen Hebel je Rechnung. Drei gleichzeitige Änderungen ergeben eine Zahl, die niemand einem Hebel zuordnen kann — und damit keinen Business Case.
Wann Sie ein anderes Werkzeug brauchen
- Fabrik-, Lager- oder Terminalauslegung → Simulationslabor (Arena, Simul8, AnyLogic, FlexSim, Plant Simulation). Transportlogik, Rüstmatrizen und Experimentpläne fehlen hier bewusst.
- Normkonforme Prozessdokumentation in BPMN → BPMN-Werkzeug. Hier gibt es sechs Bausteine und keine Notationsprüfung; siehe BPMN-Simulation.
- Messung der Vergangenheit aus Event-Logs → Process Mining. FlowVisual rechnet eine Annahme, kein Protokoll.
- Prozessarchiv über hunderte Abläufe mit Freigabeworkflow → BPM-Suite.
Die vollständige Einordnung der Kategorien steht im Artikel Prozesssimulation: Software im Vergleich.
- Einsatzart
- Live im Workshop, in der Akquise, im Abschlussbericht
- Bericht
- PDF mit eigenem Briefkopf, Logo und Akzentfarbe — Angebot und Dokumentation getrennt
- Aussageform
- P10–P50–P90 für Zeit und Euro, Auslastung am Spitzentag, Engpasswanderung nach Massnahme
- Betrieb
- Desktop, macOS 13+ und Windows 10/11, offline nutzbar, kein Konto
- Kundendaten
- Bleiben auf dem Gerät — keine Übertragung, keine Auftragsverarbeitung nötig
- Kosten
- Modellieren und Stresstesten dauerhaft kostenlos; Speichern, Vergleichen und Export über den jeweiligen Store
Häufige Fragen
Kann ich die Berichte mit meinem eigenen Logo ausgeben?
Ja. Briefkopf, Logo und Akzentfarbe werden einmal in den Einstellungen hinterlegt und gelten danach für jeden Export. Es gibt zwei Ausgaben: das Angebot-PDF für den Entscheider — Vorher/Nachher, Wirkung in Euro, Spanne — und das Dokumentations-PDF mit Modell, Parametern und Annahmen für die Nachvollziehbarkeit.
Reicht das für einen Business Case, den ein CFO unterschreibt?
Für Verwaltungs- und Dienstleistungsprozesse in aller Regel ja — vorausgesetzt, die Aussage kommt als Spanne und mit sichtbaren Annahmen. Was einen Business Case kippt, ist selten fehlende Rechentiefe, sondern eine Zahl mit zwei Nachkommastellen ohne Herkunft und ohne die Angabe, was nicht abgedeckt ist.
Muss der Kunde die Software auch kaufen?
Nein. Sie modellieren und rechnen auf Ihrem Gerät und übergeben das Ergebnis als PDF. Wenn der Kunde selbst weiterrechnen will, kann er es installieren — Modellieren und Stresstesten kosten nichts. Für Übergaben in laufenden Programmen ist das oft der bessere Weg als ein weiterer Lizenzvertrag.
Wie erkläre ich dem Kunden, dass die Zahlen geschätzt sind?
Indem Sie es hinschreiben. Jede geschätzte Eingabe steht als Annahme im Dokumentations-PDF, und jedes Ergebnis kommt als P10–P90-Band. Diese Offenheit ist kein Eingeständnis von Schwäche, sondern der Grund, warum die Zahl standhält: Ein Wert mit ausgewiesener Spanne und Herkunft ist schwerer anzugreifen als eine Punktzahl ohne beides.
Was ist der Unterschied zu Flowrefy?
Flowrefy ist die Beratungsmethode der Balane GmbH, FlowVisual das Werkzeug dazu. Die Methode beschreibt Vorgehen, Interviewführung und Auswertung; das Werkzeug rechnet. Sie können das Werkzeug in Ihrer eigenen Methodik einsetzen, ohne Flowrefy zu übernehmen.
Bauen Sie Ihr erstes Mandatsmodell
Vorlage öffnen, die Zahlen aus dem letzten Vorgespräch eintragen, Stresstest starten. Zwanzig Minuten später wissen Sie, ob Sie damit in den nächsten Termin gehen wollen.
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